Ribes x nidigrolaria, die Jostabeere, vereint die Vorzüge von Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere in einem kraftvollen Beerenstrauch. Der mittel- bis starkwüchsige Gartenstrauch wächst aufrecht und dicht verzweigt, meist nahezu dornenlos, und erreicht etwa 1,5 bis 2 Meter in Höhe und Breite. Im Frühjahr, von April bis Mai, erscheinen unscheinbare, grünlich-rote Blüten, aus denen ab Sommer große, dunkelviolette bis schwarz glänzende Beeren mit intensiv aromatischem, ausgewogen süß-säuerlichem Geschmack heranreifen. Das tiefgrüne, gelappte Laub duftet angenehm und unterstreicht den Wert des Strauchs auch als Zierstrauch im Obst- und Hausgarten. Als vielseitiges Obstgehölz eignet sich die Jostabeere für den Beerengarten, den Vorgarten und gemischte Naschhecken ebenso wie als fruchttragender Solitär oder in der Gruppenpflanzung. In großen Kübeln auf Terrasse und Balkon gedeiht sie als robuste Kübelpflanze, sofern eine gleichmäßige Wasserversorgung gewährleistet ist. Ein sonniger bis halbschattiger Standort steigert Aroma und Ertrag, ideal ist ein humoser, nährstoffreicher, frischer und gut durchlässiger Boden ohne Staunässe. Die eigenfruchtbare Jostabeere trägt auch einzeln zuverlässig, profitiert jedoch von einer zweiten Pflanze in der Nähe durch noch reichere Ernten. Für nachhaltigen Ertrag empfiehlt sich ein maßvoller Schnitt: Nach der Ernte oder im Spätwinter ältere, abgeerntete Triebe bodennah entnehmen und junge, kräftige Ruten fördern. Eine Frühjahrsdüngung mit reifem Kompost, Mulch zur Feuchtespeicherung und regelmäßiges Gießen in Trockenphasen unterstützen Wuchs und Fruchtbildung. Insgesamt präsentiert sich die Jostabeere als pflegeleichter, ertragreicher Fruchtstrauch mit hohem Zier- und Nutzwert.


